Supervision - was ist das?

Arbeit in sozialen Kontexten bedarf der Reflexion eigenen Handelns. Nutzt man dazu eine Gruppe, eröffnet man die Chance, Rückmeldung von Menschen mit anderen Sichtweisen zu erhalten. Rückmeldung fördert einen Lernprozess, kann neue Zugangswege und Einsichten öffnen. Rückmeldung kann die eigene Landkarte von der Welt in Frage stellen und zu einer Anpassung an das Gebiet führen (und nicht umgekehrt). So kann Supervision zu einer Erweiterung der Wahlmöglichkeiten eigenen Verhaltens führen.

Den nachfolgend angeführten Formen ist gemeinsam, dass der Supervisor nicht alles besser weiß oder wissen sollte. Supervision ist also keine berufsbezogene Instruktion, sondern vor allem die Reflexion eigenen Handelns mit dem Ziel einer beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Damit soll Supervision einerseits der Qualitätssicherung dienen, andererseits aber auch dem Erhalte seelischen Gesundheit.

  • Einzelsupervision: Hier steht die berufliche Situation im Vordergrund im Setting des Einzelgesprächs. Gesprächsinhalt bildet das persönliches Erleben und Verhalten, Werte, Erfahrungen, Gedanken und Gefühle.
  • Fallsupervision (einzeln oder in der Gruppe): Dabei steht die Arbeit mit den KlientInnen im Fokus mit dem Ziel, diese weiter zu entwickeln. Ein weiterer Aspekt betrifft die Unterstützung und Entlastung der Betreuenden. Bei Fallsupervision in der Gruppe dient diese als eine Art Projektionsfläche, Konflikte aber auch Ressourcen können deutlich werden, mit dem Ziel, ev. neue Lösungen zu finden.
  • Teamsupervision: Der Fokus liegt hier beim Umgang der Mitglieder eines Teams. Teilnehmer sind die Mitarbeiter eines Arbeitsteams oder Mitarbeiter mit vergleichbaren Aufgaben. Ziel ist eine gute Zusammenarbeit durch gegenseitige Unterstützung, gemeinsames Lernen bei der Suche nach Lösungen. Dementsprechend geht es dabei um Kooperation, Kultur, Werte, Abläufe und Strukturen. Persönliche Themen werden nur soweit thematisiert, wenn sie wesentlichen Einfluss haben auf die Zusammenarbeit, ob sie ihn nun fördern oder stören. Übergeordnetes Ziel ist aber auch hier die Auftragssituation mit KlientInnen.

Persönliche Gedanken zu meinem Verständnis von Supervision